Erstes Treffen der Expertengruppe Kompressionstherapie des Medical Data Institute

Erstes Treffen der Expertengruppe Kompressionstherapie des Medical Data Institute
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Erstes Treffen der Expertengruppe Kompressionstherapie des Medical Data Institute

Die Medizin entwickelt sich in schnellen Schritten und bietet heute Therapien, die vor Jahren noch undenkbar waren. Dabei passiert es, dass anerkannte Behandlungsmethoden aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit aber auch der Mediziner verloren gehen. Dazu gehört auch die Kompressionstherapie in all Ihren Facetten. Eine interdisziplinäre Expertengruppe will dem nun entgegenwirken. Erklärtes Ziel der Gruppe ist es, das Bewusstsein für die Wirksamkeit und den Nutzen der Kompressionstherapie zu stärken. Die Expertengruppe wird vom Starnberger Medical Data Institute koordiniert, das hierzu eigens das Ressort Kompressionstherapie gegründet hat.

 "Jedes Mitglied dieser Gruppe hat in seinem Fachbereich eine besondere Kompetenz, die für das Ressort Kompression wichtig ist", unterstreicht einer der Ressortleiter, Prof. Knut Kröger aus Krefeld. Die Experten dieser Gruppe sind handverlesen und stammen aus dem gesamten Bundesgebiet.

 "Kompressionstherapie und Entstauung - das Wissen um diese physikalischen Behandlungskonzepte geht verloren", erklärt Prof. Dissemond aus Essen und ebenfalls MDI-Ressortleiter, den konkreten Anlass der Aktion. Zwar habe die Kompressionstherapie in der Medizin eine lange Tradition und im Bereich der Erkrankungen von Venen- und Lymphgefäßen heute einen festen Stellenwert. Aber dennoch gingen die Kenntnisse über die Vielfalt der Kompressionstherapie und andere entstauende Verfahren und ihren breiten klinisch Nutzen schrittweise verloren. "Die Anzahl der Ärzte, die sich in physikalischer Medizin weiterbildet, sinkt und in den Ausbildungskatalogen der Allgemeinmediziner, Chirurgen und Internisten kommt das Thema Kompression und Entstauung nicht vor," ergänzt Kröger. Die Kompressionstherapie und andere entstauuende Verfahren würden in der Folge aus Unkenntnis nicht angewandt und es fehle ein entsprechendes Fortbildungsangebot für Ärzte. Auf der anderen Seite sieht die Medizin sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, für die die Kompressionstherapie von großem Nutzen ist. Dazu gehören neben den klassischen Indikationen wie der Thromboseprophylaxe und –therapie, der Behandlung der chronisch venösen Insuffizienz, des Lymphödems und Lipödems weitere bisher wenig beachtete Indikationen wie die chronische Rechtsherzinsuffizienz, die Adipositas und die Inaktivitätsödeme der älteren pflegebedürftigen Menschen. "Für die Versorgung und Therapie dieser Krankheitsbilder ist es wichtig, dass die Kenntnisse über die Kompressionstherapie und andere entstauende Verfahren zur allgemeinen Ausbildung der Ärzte gehören", so Dissemond, "nur dann können sie indikationsgerecht angewandt werden und dem Patienten nutzen". Beim ersten Gruppentreffen wurde neben einer Situationsanalyse auch bereits über zukünftige Maßnahmen beraten. Hierzu wird die Gruppe zeitnah publizieren.
 
Die Mitglieder der Expertengruppe Kompressionstherapie:
Prof. Knut Kröger, Krefeld
Prof. Joachim Dissemond, Essen
Prof. Markus Stücker, Bochum
PD Dr. Stefanie Reich-Schupke, Bad Oeynhausen
Prof. Eberhard Rabe, Bonn
Dr. Gerd Lulay, Rheine
Prof. Martin Storck, Krefeld
Prof. Peter Kujath, Lübeck
Josef Hug, Krefeld
Prof. Volker Großkopf, Köln

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