Diabetisches Fußsyndrom
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Das Diabetische Fußsyndrom (DFS), umgangssprachlich auch "diabetischer Fuß" genannt, ist eine der am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus.
Im Verlauf der Erkrankung bilden sich an den Füßen mitunter auch an den Unterschenkeln Wunden oder Druckgeschwüre, die nicht spontan, d. h. innerhalb weniger Wochen, abheilen. Die Wunden entstehen bei banalen Unfällen oder bereits durch Anstoßen der Zehenspitzen im Schuh oder gegen Kanten.
Ursächlich für den diabetischen Fuß sind Durchblutungsstörungen auf Grund geschädigter Blutgefäße (diabetische Angiopathie) oder ein vermindertes Schmerzempfinden (diabetische Neuropathie). In den meisten Fällen sind beide Formen miteinander kombiniert.
In Folge eines gestörten Schmerzempfindens bleiben Verletzungen oft lange unentdeckt und ziehen dann eine langwierige und aufwändige Wundbehandlung nach sich. Gelingt es nicht, die Infektion und Ausbreitung der Wunden aufzuhalten, kann die Amputation von Zehen, Fuß, Unterschenkel oder des ganzen Beins erforderlich werden.
In Deutschland leiden etwa 200.000 Diabetiker unter diabetischen Füßen. Täglich müssen sich etwa 80 dieser Patienten einer Amputation oder Teilamputation unterziehen. Über die Hälfte aller Amputationen (etwa 70 Prozent) werden bei Diabetikern durchgeführt - das sind ungefähr 42.000 Amputationen pro Jahr.
Diese nach wie vor unbefriedigenden Ergebnisse machen neue Therapieansätze erforderlich. Mit stammzellbasierten Ansätzen ist in ersten Anwendungen bereits ein signifikant verbessertes Wundmanagement gelungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Diabetesforschung ist die Prävention des diabetischen Fußes. Einige viel versprechende Therapieoptionen sind hier in der Forschungspipeline, die bei den Entstehungsmechanismen der diabetischen Wundheilungsstörung ansetzen.
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